Füssen – Natur, Kultur, Romantik und Gesundheit
Eingebettet in die malerische Landschaft des Allgäus, liegt die Stadt Füssen im Südwesten Bayerns. Mit rund 15.000 Einwohnern mag sie auf den ersten Blick beschaulich wirken, doch sie gehört zu den bedeutendsten touristischen Destinationen Deutschlands. Und das nicht ohne Grund. Wer hierherkommt, begegnet einer Region voller Romantik, Mythen und natürlicher Schönheit. Die Nähe zu weltberühmten Bauwerken wie Hohenschwangau und Schloss Neuschwanstein, die eingebettet liegen in majestätischer Voralpenlandschaft, dazu glasklare Seen und die Lage am türkisgrünen Lech: Panoramen, die König Ludwig II inspirierten.
Tegelberg mit bester Aussicht
Den besten Überblick über die Region verschafft man sich von weit oben. Hoch hinauf geht es wahlweise zu Fuß oder bequem mit der Tegelbergbahn auf den gleichnamigen Berg. Wir wählen die komfortable Variante und kommen kaum aus dem Staunen heraus. Uns öffnet sich nicht nur der Blick auf die Ällgäuer und Tiroler Alpen, sondern auch auf unzählige unter uns liegende große und kleine Seen, die in allen Blau und Türkisvarianten schimmern. Mutige starten vom Gipfel mit dem Gleitschirm ins Tal hinab. Wir bleiben noch und spazieren auf einem der Panoramawege, die herrliche Aussichten in alle Himmelsrichtungen bieten.
Füssen entdecken – Historische Altstadt mit über 2000jähriger Geschichte
Die Altstadt von Füssen ist ein Juwel mittelalterlicher Stadtbaukunst. Unsere Stadtführerin Erih Gößler führt uns über Kopfsteinpflaster, durch verwinkelte Gassen und vorbei an farbenfrohen Häuserfassaden. Geschichtsträchtige Bauwerke prägen das Stadtbild, allen voran das Hohe Schloss – einst Residenz der Augsburger Fürstbischöfe – mit seiner prächtigen spätgotischen Architektur. Doch die Geschichte von Füssen ist weit älter, erzählt Erih: „Vor über 2000 Jahren wurde der Ursprung als römisches Militärlager an der Via Claudia Augusta gegründet. Erst später, im Mittelalter, entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum des Handels. Auch das Handwerk blühte auf: Lauten- und Geigenbau waren weit über die Region bekannt – schließlich lag man ja an der „Autobahn des Mittelalters“.
Das ehemalige Benediktinerkloster St. Mang mit seiner prächtigen barocken Basilika, das Museum der Stadt Füssen und die historische Bibliothek stellen einen kulturellen Komplex dar, der zusammen mit dem Lautenmacher-Museum einzigartig ist. Wir entdecken aber auch kleine Cafés mit Innenhöfen und charmante Bars, die Füssen eine zauberhafte Atmosphäre verleihen. Besonders empfehlen können wir das Restaurant RIWA im Hotel Sonne, das – je nach Tageszeit – immer wieder seinen Stil ändert. Wir werden noch gesondert zum stylischen Hotel ( mit Themenzimmern) und der Küche berichten. (www.riwa-restaurant.de).
Die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau
Neuschwanstein und Hohenschwangau: Beide Schlösser sind über Wanderwege, Shuttlebusse oder per Pferdekutsche erreichbar.
Weltberühmt und dennoch jedes Mal aufs Neue faszinierend: Das Märchenschloss Neuschwanstein von König Ludwig II. erhebt sich in dramatischer Kulisse auf einem Felsen oberhalb von Hohenschwangau. Mit seinen Zinnen, Türmen und Türmchen scheint es einem königlichen Traum entsprungen, den der Bayernkönig selbst nicht mehr in Vollendung erleben durfte. Dafür kommen nun rund 1,5 Millionen Besucher jährlich, um das Prachtschloss zu sehen. Dank moderner Technik und buchbaren Besichtigungs-Zeitfenstern sind die langen Besucherschlangen am Einlass längst ein Bild der Vergangenheit.
Nur wenige Gehminuten entfernt liegt Schloss Hohenschwangau, Ludwigs Elternhaus. Der im neugotischen Stil erbaute Bau vermittelt Eindrücke vom königlichen Alltag des 19. Jahrhunderts. Ebenso das Museum der bayerischen Könige, das zwischen den beiden Schlössern liegt. Erreichen kann man diese Ziele übrigens ganz bequem mit dem Bus ab der Stadt.
Wandern und Radfahren rund um Füssen
Füssen ist der ideale Ausgangspunkt für einen aktiven Urlaub im Allgäu: vom leichten Spaziergang bis zu anspruchsvollen Bergtouren. Besonders beliebt ist der Rundweg um den Alpsee mit Ausblicken auf Schlösser und Berge. Auch der Lechfall, an dem der Lech tosend in eine enge Schlucht stürzt, ist ein beliebter Zwischenstopp auf Spaziergängen durch das Füssener Umland. Radfahrer finden mit dem Forggensee-Radrundweg eine perfekt ausgeschilderte Route um den größten Stausee des Allgäus. Die 32 Kilometer führen durch traumhafte Landschaften, vorbei an Badestellen, Wiesen und Panoramablicken. Wir wählten einen Teilabschnitt zum Wandern, der bei Rieden über Wiesenwege bis Dietringen am See führte und über den Schleichbach zurück nach Rieden.
Der Hopfenensee – Naturidylle mit Campingkomfort
Nur rund 10 Autominuten von Füssen entfernt liegt der malerische Hopfensee. Die Nähe zu Füssen macht ihn zu einem perfekten Tagesausflug oder Übernachtungsziel für alle, die Camping mit Schlossromantik kombinieren möchten. Eingebettet in sanfte Hügel bietet der nahezu unverbaute See ideale Bedingungen für Erholung, nicht motorisierten Wassersport und Naturbeobachtung in den Bereichen des Schilfs.
Direkt am Nordufer befindet sich einer der renommiertesten Campingplätze Europas: der Campingplatz Hopfensee. www.camping-hopfensee.de
Seit 70 Jahren durch Familie Mayr geführt, ist er vielfach ausgezeichnet und unter den Leading Plätzen verzeichnet. Und es stimmt: der Platz ist eine wundervolle Kombination aus Komfort ( mit wirklich großzügigen Stellplätzen und traumhaften Bungalows), Naturverbundenheit und familiärer Atmosphäre. Dana Samer, Mitglied der Inhaberfamilie, erzählt: „Weil wir selbst Kinder von ganz klein bis zum Jugendlichen haben, kennen wir einfach den Bedarf jeden Alters“.
Neben einem großzügigen Wellnessbereich mit Sauna, Hallenbad und Behandlungsangeboten – sowohl für medizinische Massagen, als auch Wellness-Massagen (Danke an Thomas für die entspannende Zirbenölmassage!) – punktet der Campingplatz mit einem breit gefächerten Freizeitprogramm: Von der Indoor-Spielwelt für Kinder, einem Kindergarten nach Anmeldung bis hin zum eigenen Kino ist an alles gedacht. Regionale Spezialitäten genießt man im gemütlichen Restaurant Tante Paula. Hier hat uns Kamil mit seinem unglaublichen Charme liebevoll bedient und ein wirklich köstliches Schnitzel serviert. Zusammengefasst müssen wir sagen: Nur selten haben wir einen so perfekten und dabei herzlich geführten Platz erlebt – und das in einer der schönsten Landschaften Bayerns!
Biohotel Eggensberger
Natürlich lässt es sich auch im Ort Hopfen herrlich wohnen und speisen. Das Biohotel Eggensberger punktet durch seine Hanglage mit Traumblick auf den See. Seit 2002 ist es bereits Bio zertifiziert, was sich besonders beim leckeren Frühstück widerspiegelt. Zudem hat sich Hotelier Andreas Eggensberger ganz dem Thema Kneipp verschrieben und schwört darauf, dass regelmäßige Kneippgüsse zu besserem Schlaf verhelfen. Zum Thema Schlaf hat sich Füssen übrigens viel einfallen lassen. Mehr dazu unter fuessen.de.
Auch WLAN gibt es im Zimmer zum An- und Abschalten. Ab 23 Uhr wird das WLAN vom Hotel abgeschaltet. Nicht immer funktioniert die Technik tagsüber reibungslos (zumindest erlebten wir das in unserem Zimmer), wodurch wir zwei entspannte, WLAN freie Tage verbringen und uns mehr am schönen Schwimmteich aufhalten.
Königliche Kristall Therme Schwangau
Lust auf Entspannung? Und das mit Blick auf Neuschwanstein und die Alpen? Dann ab nach Schwangau, denn hier steht, mitten auf freier Wiese, die Kristall Therme Schwangau. Zugegeben: etwas königlich, aber derartig liebevoll gestaltet und mit unzähligen Becken und Saunen versehen, dass man sich einfach wohlfühlen muss. Die Indikationen sind vorwiegend für den Bewegungsapparat, aber auch für dermatologische Probleme und Dank eigenem Natronbecken, sogar Figur freundlich und gut für den Säure-Basenhaushalt.
Trotzdem darf hier natürlich im eigenen Restaurantbereich gespeist und an der Bar, die ins wohlig-warme Becken integriert ist, können Cocktails genossen werden. „Unsere Gäste sollen sich einfach wohlfühlen“, beschreibt es Gastroleiter Michi Seibold, der auch gerne einmal mit anpackt, wenn Liegen von der sonnigen Wiese in den Schatten der Bäume getragen werden müssen. Herrliche Aufgüsse runden stündlich den Aufenthalt angenehm ab. Ein besonderes Erlebnis war der Aufguss mit Klangschalen. Es ist einfach eine Wohlfühltherme, in die wir gerne wiederkommen – und nach Füssen sowieso!
Infos unter:
Sehr gut speist man in Füssen übrigens auch im Hotel Hirsch ( https://hotelhirsch.de/restaurant/restaurant) in verschiedenen Stuben und bei schönem Wetter draußen im Garten.
TIPP: Feste und Konzerte
Füssen lebt seine Traditionen. Bei Veranstaltungen wie dem „Kaiser-Maximilian-Fest“ oder den „Füssener Kulturtagen“ wird die Geschichte erlebbar gemacht. In der Musikstadt Füssen finden regelmäßig klassische Konzerte, Kirchenmusik und Festivals statt. Und natürlich gibt es die berühmten Musicals im Festspielhaus.











































