Montenegro: kontrastreiches Land zwischen Bergen und Meer 

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  Montenegro: kontrastreiches Land zwischen Bergen und Meer 

 

Das kleine Land Montenegro liegt zwischen Kroatien und Albanien an der Adriaküste. Es besticht durch seine atemberaubende Natur, reiche Geschichte und kulturelle Vielfalt.  Stolze fünf Nationalparks schützen die wertvolle Landschaft, die von majestätischen Bergen bis zur glitzernden Küste eine Fülle von unterschiedlichsten Aktivitäten bietet.

Oblun Eco Resort: Ein Rückzugsort in der Natur

Unsere Reise beginnt im Oblun Eco Resort, einem Ort, der sich harmonisch in die unberührte Natur Montenegros einfügt.  Das Resort ist ein Projekt von Goran Brnovic, der einige Jahre im Ausland lebte und dann in seine Heimat zurückkehrte. Noch ist das Resort am Entstehen, aber viele Camping-Liebhaber haben es bereits kennen und lieben gelernt. Es ist der perfekte Ort, um sich zu entspannen und die Schönheit der Natur zu genießen. Hier können die Gäste in unterschiedlichen, stilvollen Unterkünften wie Glamping-Zelten, Bungalows aus verspiegeltem Glas oder sogar einem renovierten alten Steinhaus wohnen, um in der Umgebung zu Wandern, Kajak zu fahren oder Ausflüge zu unternehmen.

Das Resort legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und bietet eine Vielzahl von lokalen Speisen aus biologisch angebauten Nahrungsmitteln. Wir durften im neu eröffneten Restaurant nach einer köstlichen Fischsuppe saša probieren – unter der Glut des Steinofens gegartes Kalbfleisch -gewürzt mit den Aromen Montenegros. Dazu gibt es den hausgemachten Rotwein Odiva von Goran, den wir bis spät in die Nacht genießen.

 

Cetinje: Die historische Seele Montenegros

Ein kurzer Ausflug nach Cetinje, der ehemaligen königlichen Hauptstadt Montenegros, ist beinahe ein Muss. Cetinje ist ein Ort voller Geschichte. Kulturliebhaber finden neben dem König Nikola Museen – dem letzten montenegrinischen Herrschers Nikola I. Petrović Njegoš gewidmet – und zahlreichen, gut erhaltenen historischen Gebäuden, ein serbisch-orthodoxes Kloster aus dem 15. Jh., das bis heute von Mönchen bewohnt wird. Eis spiritueller Ort, der den Geist der montenegrinischen Identität ausstrahlt.

 

Kotor: Ein UNESCO-Weltkulturerbe

Von Cetinje aus geht es am nächsten Morgen – leider mit vielen Baustellen und Stau – weiter nach Kotor, einer der malerischsten Städte an der Adriaküste. und. Über dem perfekt erhaltenem UNESCO-Weltkulturerbe thront die Festung, die die Stadt mit ihren engen Gassen und gut erhaltenen mittelalterlichen Gebäuden bis heute zu bewachen scheint. Wir wählen jedoch für unseren Aus- und Überblick auf die Bucht und die umliegenden Berge die erst vor zwei Jahren eröffnete, moderne Kabinenbahn.

Beeindruckend und atemberaubend ist die oft als Fjord bezeichnete „Ria“, eine vom Meer geflutete Fluss-Schlucht. Leider wurde sie aufgrund ihrer Schönheit bereits von Kreuzschiff- Reedereien entdeckt und spuckt im Sommer tausende von Menschen in die verwinkelten Gassen, die innerhalb Kotors Stadtmauern liegen. Wir genießen in der Vorsaison die Ruhe und einzigartige Atmosphäre der Altstadt, die für ihre unzähligen gepflegten  und gern geduldeten Katzen bekannt ist.

 

Perast und die Insel St. Marien

Eine kurze Fahrt von hier entfernt liegt das wunderschöne Dorf Perast, das für seine barocken Paläste, schicken Restaurants und die herrliche Aussicht auf die Bucht bekannt ist. Ein beliebtes Ziel für Besucher sind die beiden kleinen vorgelagerten Inseln. An St. George vorbeischippernd, halten die Ausflugsboote jedoch nur bei St. Marien auf dem Felsen. Die eindrucksvolle Kirche entstand, nachdem ein Fischer auf dem Felsen ein Marienbildnis fand. „Ein Zeichen“, das in Folge eine künstlich geschaffene Insel entstehen ließ sowie die heutige Kirche. So manche Legenden ranken sich um sie, die man sich vor Ort erzählen lassen.

 

Herceg Novi: Die Stadt der Treppen

Noch einmal steigen wir heute ins Auto und fahren in den Norden bis fast zur Grenze nach Kroatien. Dort liegt Herceg Novi, das für seine zahlreichen Treppen und die langgezogene Uferpromenade bekannt ist.  Sie ist teilweise auf ehemaligen Bahngleisen errichtet worden und führt an einer Stelle sogar durch einen kleinen Tunnel.

Auffallend im Ort sind die üppige Vegetation und die Blumengärten, die ein farbenfrohes Bild abgeben. Herceg Novi ist ein Ort, an dem sich nicht nur Geschichte und Natur vereinen, sondern auch traditionelle Küche beheimatet ist. Wir machen Rast in der Konoba Feral und genießen ein feudales Fischmenü mit Dorade, Tintenfisch, Muscheln und Garnelen. Der passende regionale Weißwein darf natürlich nicht fehlen – einfach köstlich!

 

Budva: Das pulsierende Herz an der Adriaküste

Vom Norden aus führt uns der Weg südwärts nach Budva, einer der bekanntesten und lebhaftesten Küstenstädte Montenegros. Berühmt ist Budva für sein pulsierendes Nachtleben mit zahlreichen Clubs und Bars. Bekannt ist es aber auch für seine herrlichen Strände, als wahres Paradies für Sonnenanbeter und Wassersportler.Von der erhöht liegenden Küstenstraße aus sind unzählige große Hotels zu erkennen, die fast die gesamte Bucht prägen. An ihrem nördlichen Ende erkennen wir jedoch viele niedrige Häuser mit orangeroten Ziegeldächern: die gut erhaltene Altstadt von Budva. Sie ist von einer noch vollständig intakten Stadtmauer umgeben.

Am Eingangsportal treffen wir Olivera, die uns durch die engen Gassen führt und uns zur Festung begleitet. Olivera spricht nicht nur fließendes Deutsch sondern ist tatsächlich Deutsche mit Wurzeln im früheren Jugoslawien. Bei einem Urlaub hier entschied sie sich zu bleiben und bringt nun den beliebten Ort anderen Besuchern nahe. Zahlreiche Restaurants, Cafés und Geschäfte für Kunsthandwerk bieten sich den Touristen an, aber auch ein Museum lädt ein, mehr von der rund 2500 Jahre alten Geschichte der Stadt zu erfahren. Kadmos, Sohn des griechisch-phönizischen Königs Agenor gründete der Mythologie nach die Stadt. Überreste von Mosaiken sind im Museum ausgestellt und besonders die hübschen, gläsernen Tränen-Fläschchen (zur Aufbewahrung der Tränen der zurückgelassenen Frauen jener Männer, die zur See fuhren) faszinieren den Betrachter.

 

Petrovac: Ein ruhiger Rückzugsort

Nach dem lebhaften Treiben in Budva wollen wir unsere Mittagszeit mit etwas Ruhe genießen. Petrovac, ein charmanter Küstenort, besticht durch seine entspannte Atmosphäre. Pinien und Olivenbäume zieren die Uferpromenade entlang des schönen Sandstrandes. Dieser fällt flach ins Wasser ab und ist daher ideal für Familien. Wer gerne vor Ort bleiben möchte, geht im klaren Wasser schwimmen, besuchet eines der vielen Strandcafés oder genießt – wie wir – ein köstliches Fischmenü in der Konoba Katič. Ganz besonders fällt hier die Herzlichkeit der Inhaberin Dušica auf – eine Gastgeberin, wie man sie selten vorfindet. Wohl nicht umsonst bedeutet der Name Dušica „gute Seele“.

Für Outdoorliebhaber bietet aber auch die Umgebung von Petrovac Möglichkeit zu Erkundungen und Aktivitäten.  Zahlreiche Wanderwege führen beispielsweise zu versteckten Buchten und atemberaubenden Aussichtspunkten.

Unsere Reise führt uns weiter in den Süden Montenegros, bis zur albanischen Grenze, dann an der großen Skadar See und schließlich noch in die Berge. Wir haben uns daher entschlossen, Ihnen Montenegro in einem ausführlichen, zweiteiligen Bericht nahezubringen.  Teil zwei erscheint in Kürze.

 

Infos unter:

https://www.montenegro.travel/de

www.montenegro.travel

www.oblun.comMontenegro

info@cetinje.travel

www.travelkotor.com

www.hercegnovi.travel

https://budva.travel

 

Gut speisen:

Konoba Feral in Herceg Novi

Restaurant Conte in Perast

Katič Restaurant in Petrovac

Die Straßen auf der beschriebenen Route sind alle gut zu befahren, nur bei Kotor kann es auch einmal eng werden. Abkürzungen über die Serpentinenstrassen können durchaus abenteuerlich werden!

 

 

 

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Alle Inhalte unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2020