Die ganze Vielfalt Namibias – Teil 2

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Die ganze Vielfalt Namibias – Teil 2

Wir sind unterwegs auf Entdeckungstour in Namibia – dem Land der Weite und der Vielfalt.
Um in einer Woche möglichst viele verschiedene Gebiete zu sehen, haben wir uns den kundigen Guides von Land Rover Experience anvertraut, die uns mit ihren geländegängigen Fahrzeugen sicher zu ausgewählten Tages-Etappen führen.
Teil 1 erzählt von der Küstenstadt Swakopmund und unserer abenteuerlichen Fahrt vorbei an Cape Cross, entlang der legendären Skeleton Coast hinein ins Damaraland nach Etedeka. Von unserer Nächtigung unter Millionen Sternen bis hin in die Savanne nach Ongava und traumhaften Begegnungen mit unterschiedlichsten Wildtieren. Hier in Teil 2 geht es weiter Richtung Okonjima Naturreservat und der „AfriCat Stiftung“.


Mit unseren Land Rover Discovery gehen wir weiter auf Entdeckungstour. Westlich des Waterberg Plateau Parks liegt das Okonjima Naturreservat. Hier haben wir von der „AfriCat Stiftung“, einer Non-Profit Organisation gehört, die dem Schutz und dem Erhalt von geretteten, betreuten und rehabilitierten Raubkatzen dient.

 

Okonjima Lodge

Rund 70 Kilometer südwestlich von Otjiwarongo erreichen wir das großzügig angelegte Okonjima Plains Camp. Nach kurzer Erfrischung fahren wir mit Guide Martin in die Savanne um Amali, eine Leopardin aufzuspüren. Trotz des Tracking-Halsbandes und Martins Ortungsgerät dauert es im 20 000 Hektar großen Gebiet lange, bis wir erfolgreich sind und sie im Gebüsch auf einem Ast ausmachen. Amali präsentiert sich stolz in all ihrer Pracht. Zugleich mit einer fast stoischen Gelassenheit, die sich nur ein Tier leisten kann, das um seine Überlegenheit weiß! Nach kurzem Flanieren entschwindet Amali im Gebüsch, um sich wenig später nochmals direkt vor unser Fahrzeug zu legen. Zum Sundowner auf weitem Feld erheben wir unser Glas auf diese magischen Augenblicke, die wir wohl nie vergessen werden!

 

AfriCat-Stiftung

Tristan Böhme, Adoptivsohn der Inhaberfamilie Hansson und leidenschaftlicher Leiter der AfriCat Stiftung, hat sich am nächsten Morgen persönlich Zeit genommen und erklärt uns Zusammenhänge, Problematik und unermüdliche Lösungsversuche im Reservat Tiere zu schützen, zu erforschen und sie vor Wilderei zu bewahren.

 

Okonjima-Geschichte

1970 haben die Hanssens Okonjima, den “Platz der Affen” gekauft wegen der guten Grundwasser Verhältnisse und um ihre Rinderfarm hierher zu verlegen. Wasser und Gras ist wichtigste Lebensgrundlage!

Hier lebende Leoparden und Braune Hyänen rissen die Rinder und wurden daraufhin erschossen. Doch es waren viele, immer wieder kamen neue “Räuber” und so stellte man schließlich auf Leoparden Reserach und Schutz um. Das sprach sich herum und erste Touristen kamen, um die Wildtiere zu sehen.
1993 eröffnete man schließlich die Lodge mit heute 48 Zimmern in unterschiedlichen Klassifikationen.
Von Juli bis November ist man laufend ausgebucht und bedient rund 20.000 Gäste jährlich! So wird das Projekt durch den Tourismus getragen. Aber es war nicht immer einfach, man musste sich Geld von Bank leihen.

Die Schulung, so Tristan, sei für die jetzige und künftige Generation das Wichtigste, um bereits Kinder auf eine positive Einstellung zur Natur zu programmieren.
Schützenswertes muss gemanagt werden, somit muss es ein Einkommen erzielen!
Tiere müssen artgerecht und fair behandelt werden. Der Mensch darf zwar zum Tier, jedoch immer mit Respekt vor dessen Komfortzone!
Ständig hinterfragen sich die Mitarbeiter von AfriCat selbst und entscheiden in ihrer Arbeit nach bestem Gewissen.

 

Hintergründe

Kommerzielle Farmen sind in Namibia eingezäunt, Kommunalfarmer sind jedoch nomadisch. Und solange Rindfleisch noch immer teurer als Wildfleisch ist, werden auch immer wieder Konflikte entstehen!

Heute sind rund 20% des Landes in kommunalen Schutzgebieten organisiert!
Die Menschen in den sogenannten Conservancies lernen vor allem, Wildtiere als Chance für Einkommen und Entwicklung zu sehen. Statt die Elefanten oder Raubkatzen zu jagen, weil sie die Ernte fressen oder Nutztiere reißen, sollen diese den Tourismus fördern. Denn je mehr verschiedene Tierarten in einer Region leben, desto interessanter wird diese für Touristen. Die größere Nachfrage nach Unterkünften und Freizeitangeboten schafft wiederum Arbeitsplätze und eine gewisse Unabhängigkeit von der doch sehr eingeschränkten Landwirtschaft. Die alternativen Erwerbsquellen halten die Bevölkerung von der Wilderei ab und so werden die Mensch-Tier-Konflikte reduziert.

Heute werden in Okonjima neben Leoparden, Braunen Hyänen und Pangolinen (Schuppentieren) auch Geparden betreut. Leider muss man die Cheetahs separieren, da sie zu stark von ihren größeren Konkurrenten im Reservat gejagt werden.

 

Gepardenbesuch

Nach Besichtigung des Informationszentrums besuchen wir eine Geparden-Gruppe, die zur Mittagszeit in ihrem “eigenen Schutzgebiet” im Schatten eines Baumes ruht. Ein leichtes Spiel für unsere Fotojagd!

Mit vielen Eindrücken, aber auch vielen Fragen und Gedanken fahren wir Richtung Okahandja und dem Endziel Windhoek entgegen. Wir sind dankbar, dass es uns das Team von Land Rover Experience ermöglicht hat, sicher in die entlegensten Ecken Namibias zu kommen, um so die Vielfalt des Landes und seine unglaubliche Natur zu entdecken!

 

Windhoek

Für die rund 330.000 Einwohner zählende Stadt Windhoek bleibt uns nur wenig Zeit bis zum Heimflug. Ein kurzer Bummel durch die Independence Avenue, die ehemalige Kaiserstrasse, gibt einen wagen Einblick. Das „typisch Deutsche“ ist längst verschwunden. Heute ist man mit Stolz Namibier, egal ob Weiß oder Schwarz. Die junge, aufgeschlossene Generation spricht Englisch, Afrikaans und wer möchte spricht oder lernt Deutsch.
Abends bei “Joes Beerhouse“ , einem beliebten Grill Restaurant mit originellem Biergarten, erleben wir das stimmige Miteinander hautnahe. Hier genießt man Bier zum köstichen Oryx- oder Kudu-Steak, trinkt ein Glas Wein zum Eisbein oder Schnitzel und plaudert mit Freunden.

Für uns geht eine spektakuläre Reise zur Neige. Über 1600 gemeinsam zurückgelegte Kilometer und viele atemberaubende Eindrücke werden uns immer miteinander, vor allem aber mit dem großartigen Land Namibia und seiner unglaublichen Vielfalt verbinden!

 

 

Namibia Tourism Board:

Informationen zu Namibia über:
Namibia Tourism Board
Tel: +49 (0)69-133736-0
www.namibia-tourism.com

 

Land Rover Experience

Die Land Rover Experience Reisen sind exklusiv und weit weg vom Massentourismus. Man reist mit nur wenigen weiteren Reisegästen in einem Konvoi und ein bis zwei Begleitfahrzeugen. Mindestens ein Land Rover Experience Instruktor und eine lokale einheimische Reiseleitung sorgen sich um das Wohl der Gäste. Die Reiseleiter besitzen einen enormen Wissensschatz über Flora und Fauna, Geschichte, Kultur und Landschaft ihrer Heimat, den Sie gerne teilen.
Der Instruktor sorgt dafür, dass man sicher durch die Off-Road-Passagen kommt!

www.landrover-experience.de

 

Naturally Namibia

Naturally Namibia bringt die führenden Safari-Familien des Landes zusammen und bietet daher durchdachte Safaris durch außergewöhnliche Landschaften mit Zeit, um das Beste aus den unabhängigen Lodges Namibias zu genießen.
www.naturallynamibia.com

 

Air Namibia

Air Namibia fliegt täglich nonstop von Frankfurt nach Windhoek.
www.airnamibia.com

 

Besonders empfehlen können wir den Reiseführer Namibia von Baedecker!

 

Unsere Lodges

www.etendeka-namibia.com
www.ongava.com
www.okonjima.com

 

Sehr gut Wohnen in Windhoek

Boutiquehotel Am Weinberg
Klein Windhoek
www.amweinberghotel.africa

 

Lesen Sie auch Teil 1  unserer Tour durch Namibia:

Die ganze Vielfalt Namibias

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2018