Zum Sonnenskilauf ins Val di Fiemme

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Zum Sonnenskilauf ins Val di Fiemme

Das Val die Fiemme, im Nordosten des Trentino gelegen ist nur rund 40 Kilometer von Bozen entfernt. Während Ende Februar  im Tal bereits frühlingshafte Temperaturen herrschen und man in den hübschen Orten Cavalese oder Predazzo den Kaffee oder Aperitivo bereits wieder auf der Piazza genießt, liegt oben in den Bergen noch ausreichend Schnee, um sich beim Wintersport auf bestens gepflegten Pisten zu vergnügen.

Skigebiet Bellamonte-Alpe Lusia

Für ein Frühlings-Skiwochenende fahre ich ins Fleimstal.  Mit Ski-Guide Livio Gabrielli erkunde ich am ersten Tag zunächst das Skigebiet Bellamonte-Alpe Lusia, das an die Pisten des Naturpark Paneveggio/Dolomiten Pale di San Martino grenzt.
Hier verwandeln sich die Hochweiden, die im Sommer Futterplatz vieler Tiere sind, im Winter zu einem herrlichen Familien-Skigebiet. Die Dolomiten Pale di San Martino dominieren die weite Naturlandschaft. Wie ein Wegweiser ragen ihre blauen Zacken auf! Hier führen 25 km weitläufige Pisten für alle Könnerstufen vorbei an vielen Almhütten, die teilweise zu gemütlichen Skihütten umgebaut wurden. Wir kehren kurz in der Alpe Lusia Malga Pozza ein, denn ohne einen Bombardino getrunken zu haben – sagt Livio – sei man im Val di Fiemme gar nicht richtig angekommen. Der warme Eierlikör mit Sahnehäubchen wärmt von innen. Dann geht es aber gleich wieder auf die Pisten.

Die neue Kabinenbahn Bellamonte 3.0 bedient nicht nur die Pisten sondern auch die 2 km lange Rodelbahn, die durch den angrenzenden Nadelwald der Skipiste “Dolomitica” führt. Auch Boarder-Freaks kommen im Morea Snowpark auf ihre Kosten.

Zur Mittagspause geht es vielleicht in die legendäre „Ciamp de le Strie“ Hütte. Wir entscheiden uns für das neue Chalet 44, das mit seiner großen, schön gestalteten Sonnenterrasse und einem fairen Preis-Leistungsverhältnis punktet. Die sensationelle Aussicht auf die Lagoraikette gibt es kostenlos zur gemischten Platte mit Salumi e Formaggio dazu und so ist dies ein Platz, von dem man kaum mehr aufbrechen möchte.

Doch schließlich heißt es noch ein bisschen Entspannen im Hotel- Spa.

 

Sonnenberg Alpe Cermis

Am nächsten Tag geht es hoch auf  den Sonnenberg „Cermis“. Die Alpe Cermis, mit ihrer anspruchsvollen Olimpia-Piste, bietet einen der schönsten Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.  Hier hat man eine 360 ° Rundumsicht und blickt sogar bis zur Marmolada und dem Sellastock. Perfekte Pisten laden zum Carven ein und führen auch zur neuen Chalet-Hütte, wo man einen ersten Trento DOC oder Kaffee nimmt.

Dann geht es auf die Kult-Piste Olimpia, die mit 7,5 Kilometern die längste im gesamten Dolomitenraum ist. Die ansprechende Abfahrt führt vom Paion del Cermis auf 2200 Meter bis in die Talsohle auf 860 Meter hinab. Herrlich! Also gleich noch einmal hoch, einige seitlich abzweigende Pisten erkunden und dann Mittagspause auf der Terrasse der Skihütte “Paion” machen. Hier  genießen wir noch einmal das Rundumpanorama auf die Alpen und Dolomiten zu köstlichen Canederli oder Gnocchi mit Pilzen.

Dann heißt es bald abfahren, denn am späten Nachmittag gibt es noch andere Pläne.

 

Schneeschuhwandern und Winterspaziergänge

Im Ski- und Langlaufgebiet Lavazé-Jochgrimm öffnen sich nämlich noch ganz andere beeindruckende Szenarien. Mit Bergführer Giancarlo Alessandrini fahre ich von Cavalese aus die Landesstraße hinauf zum Passo Lavazè, dem idealen Ort für Naturliebhaber. Ausgerüstet mit Schneeschuhen  hat man hier die Möglichkeit auf den Wegen durch die Nadelwälder der Hochebene seine Runden zu drehen, oder querfeldein sich eigene Routen zu suchen.
In diesen verschneiten Winterwäldern  ist man auch abends, wenn die Wintersportler den Heimweg angetreten haben nicht allein. Immer wieder kreuzen wir Fährten von Hirschen, Rehen und Füchsen.

 

Zwischen Weißhorn und Schwarzhorn

Eigentlich planen wir den Panoramawanderweg zwischen den Weißhorn-Dolomiten und den Porphyrbergen des Schwarzhorns als Rundweg. Vom Parkplatz am Jochgrimm geht man dabei den flachen, unbefestigten Weg Richtung Gurdin Alm, folgt hier dem Wegweiser zur Isi-Hütte, dem Passo Oclini-Jochgrimm und kommt über die hügelige Almlandschaft wieder zum Ausgangspunkt. Wir aber entscheiden uns um, denn wir erwarten ein besonderes Spektakel, das sich heute vielleicht zeigen könnte: das Alpenglühen.

So wandern wir nur den Anfang entlang des Schwarzhorns um dann gegenüberliegend wieder aufzusteigen am Weißhorn. Hier, auf halber Höhe, ist der ideale Punkt, um nahezu gleichzeitig nordöstlich auf Latemar und Rosengarten blicken zu können und südwestlich auf die Berge der Adamello Brenta, wo sich die Sonne zum Untergang neigt. Ein paar Schleierwolken am Himmel machen es besonders spannend und beinahe denken wir, das wundervolle Ereignis wäre damit verdorben. Doch schließlich tritt die Sonne unter den Wolken hervor, taucht die Dolomitengruppe in goldenes Licht und lässt den Himmel Richtung Madonna di Campiglio in wunderbarem Farbenspiel leuchten, bevor sie sie sich hinter die Bergspitzen senkt. Und plötzlich, als wir bereits auf dem Rückweg zum Parkplatz gehen passiert es: das Restlicht taucht die Rotwand in orangerote Farbtöne und schenkt mir am letzten Abend noch dieses Wunder, das in ewiger Erinnerung bleibt.

Glücklich lassen wir den Abend noch auf der kleinen Malga Varena bei einem Glas Lagrein und  einem köstlichen Rindsgulasch mit cremiger Polenta ausklingen.
Marcella hat es gekocht und erzählt stolz, dass sie die Chefin der Küche ist, während Mama Antonia an der Bar arbeitet und Papa Franco sich draußen um Pisten und Lifte kümmert. Es ist nicht immer einfach für den kleinen Familienbetrieb – doch tauschen würden sie diesen Platz mit nichts auf der Welt.

ie besondere Atmosphäre am Passo Lavazè macht eben einfach glücklich!

 

Tourismusamt Val di Fiemme

http://www.visitfiemme.it/

 

www.alpecermis.it

www.bellamonteski.it

 

Alpine Lounge Chalet 44
www.chalet44.it

Berghütte Paion del Cermis
rifugiopaion@baitaparadiso.it

Malga Varena
malgavarena auf facebook
info@malgavarena.it

 

Familienfreundlich Wohnen
im Öko Park Hotel Azalea in Cavalese

http://www.ecoparkhotelazalea.it

 

Skiverleih:

Sport Cermis

www.rentandgo.it

 

Enrosadira – Das Alpenglühen der Dolomiten

Das Val di Fiemme ist von Gipfeln seltener Schönheit umgeben, wie etwa den zum UNESCO-Weltnaturerbe zählenden Türmen des Latemar, der Palagruppe und dem Weißhorn.
Auf deren Wänden zeigt sich eines der wohl spektakulärsten Naturschauspiele: das Alpenglühen, oder Enrosadira wie es in den Dolomiten genannt wird. Ein Farbenspiel, das von hellgelb bis feuerot reicht und dann in verschiedene Purpur-Töne übergeht. Die magischen Momente offenbaren sich, wenn die Morgen- und Abendsonne ihr Licht auf das Dolomitgestein wirft, das aus einem Gemisch von Kalziumkarbonat und Magnesium besteht. Es ist ein unbezahlbares Erlebnis, dieses Naturspektakel in einer der weltweit schönsten Berglandschaften hautnah beobachten zu können!

Tipp für weitere Skigebiete im Val die Fiemme:

Die Skipisten am Rolle Pass verlaufen am Fuße der hoch aufragenden Felswände der Pale di S. Martino-Dolomiten. Ein Grund wiederzukommen, um auch dieses Skigebiet zu erobern oder etwa

das fünfte Skiparadies, das Verbundskigebiet Skicenter Latemar mit 48 km Abfahrten, die bis nach Obereggen, Pampeago oder Predazzo führen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht, der von der Seite Obereggen aus geschrieben ist:

Genussvoll Skifahren in Obereggen

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2018