Adelboden – ein Schweizer Traum in Weiß

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Adelboden – ein Schweizer Traum in Weiß

Alljährlich im Januar schaut die ganze Welt für ein paar Tage lang auf das 3500 Seelen- Dorf Adelboden. Dann wird hier im Berner Oberland der FIS Ski World Cup mit den weltbesten Athleten ausgetragen und über 40 000 Fans aus der ganzen Welt kommen zum anfeuern und mitfeiern. Es herrscht Ausnahmezustand! Danach wird es wieder stiller im Luftkurort – was jedoch bleibt, ist der ganz eigene Zauber, der über diesem besonderen Flecken Erde liegt.

Wie alles kam

Als um 1900 herum Engländer den Ort mit seinen vielen Vorzügen für ihre Erholung entdeckten, dauerte es nicht lange, dass die touristische Entwicklung ihren Lauf nahm. Eine Schwefelquelle und eine eigene Mineralquelle im Zusammenhang mit der ausgezeichneten Luftqualität in der Höhe von rund 1350 Metern und die prächtigen Berge, machten Adelboden 1906 zum ersten Kurort des Berner Oberlandes.

Heute spricht hier niemand mehr von Kur. Die Gäste kommen wegen der Schnee-Zuverlässigkeit, der Chalet-Romantik, der traditionellen Alpenkultur und der imposanten Bergkulisse. Die Destination zwischen Niesenkette und Lohnermassiv schafft ideale Bedingungen für unzählige Aktivitäten.

Top-Skiregion

Dass die Kunst der schnellen Bretter im Engstligtal schon seit vielen Generationen gepflegt wird, zeigt sich nicht zuletzt in der hervorragenden Qualität der Abfahrten: Auf den 210 Pistenkilometern von Adelboden-Lenk kommen sowohl Amateure als auch Slalomcracks sicher auf ihre Kosten. Kein Wunder, gehört die Region mit dieser Bandbreite an perfekt präparierten Strecken landesweit zu den Top 3 Skigebieten.

Begleitet von einem Ski-Guide lässt sich das Gebiet mit seinen 72 Liftanlagen am besten erfahren. Nach zahlreichen Abfahrten führt mich Skilehrer Patrick auch auf den Höi-Turm – einen Hochseilgarten mitten am Berg – auf den man zwar nur im Sommer Klettern darf, aber im Winter kann man dennoch hinauf auf die Plattform um von dort die Sicht über das ganze Skigebiet zu genießen.
Natürlich kennt Patrick auch die besten Hütten zum Einkehren. „Hobelkäse mit luftgetrocknetem Schinken“ und dazu ein kühles Glas Petit Arvine ist die perfekte Brotzeit, bevor es weiter geht ins Skigebiet.

Ein besonderes Highlight ist die Piste des FIS Ski World Cup am legendären Chuenisbärgli. Dort heißt es: „Fahren wie die Champions“!

Ein Starthaus, Lichtsensoren und zwei Kameras bilden das professionelle Grundgerüst für das neue Angebot Weltcup Skimovie. Es ermöglicht für jedermann eine einzigartige Rennfahrt, die vom Start bis ins Ziel permanent gefilmt wird. Einfach oben den Skipass einscannen und losfahren. Die Kameras nehmen nun die Abfahrt auf und produzieren ein professionelles Video, das man sich später mit der Skipassnummer kostenlos abholen kann: Schweiz weit erstmalig auf einer Originalstrecke des FIS Ski World Cup.

Wellness und Kulinarik

Danach tut es gut im Spa zu relaxen, etwa im schönen Parkhotel Bellevue, einem Designhotel, das 1931 im Stil der klassischen Moderne erbaut und in den letzten Jahren stilvoll im sanften Retrostil renoviert wurde. Nach der Erholung kann man hier kreative Schweizer Küche mit französischem Flair, ausgezeichnet mit 14 Gault Millau-Punkten genießen.

Oder man geht Abendessen in die „Alte Taverne“, ein Chalet aus dem 18. Jahrhundert.
Im alten Holzhaus mit langer Geschichte wird Traditionelles mit Überraschendem
verbunden und alte Tavernen-Traditionen wieder aufgelebt. In gemütlichem Ambiente der Rôtisserie werden z.B. feine Grillspezialitäten vom Holzkohlegrill serviert.

Schlittenfahren auf Schweizer Art

Der nächste Tag bietet im Schlittelpark Adelboden Abwechslung auf insgesamt 14 Abfahrtskilometern. Ob Geniesser und Draufgänger: Das sagenhafte  Rodel- Wegenetz der Tschentenalp bietet für jedes Fahrniveau das Richtige. Vom traditionellen Rodel, über moderne Snoocs bis hin zu professionellen „Schlitteln“ oder spektakulären Eigenbauten – hier trifft man auf alle Variationen, die auf knirschenden Kufen über die vier verschiedenen Strecken nach unten fahren. Ich beobachte das Szenario lieber von den separaten Ski-Pisten aus, denn auf meinen Carvern fühle ich mich einfach wohler!

Eis-Iglu und Fondue

Am Spätnachmittag wechsle ich ein weiteres Mal die Location. Mit der Luftseilbahn geht es sehr steil, an einer fast senkrechten Felswand entlang, hinauf auf knapp 2000 Meter auf die Engstligenalp, die grösste Hochebene der westlichen Alpen.
Hier, wo im Sommer Almwirtschaft betrieben wird und der köstliche Berner Alpkäse entsteht, tut sich im Winter eine tiefverschneite Zauberlandschaft auf. Teils erkennt man völlig zugeschneite Almhütten nur noch durch die sanfte Erhebung eines Dachwipfels.

Langlaufloipen, Winterwanderwege, Schneeschuh-Trails und sogar einige Pisten für Alpin-Ski sowie ein Freeride-Gebiet locken Gäste wie Einheimische hier herauf.
Um die ganze Pracht dieser traumhaften alpinen Landschaft zu entdecken, darf ich etwas ganz Besonderes: Mit dem Skidoo, das sonst den Hüttenwirten eher als Versorgungsfahrzeug dient, geht es über die abends leeren Wanderwege und – Spaß darf sein! – auch kreuz und quer über die Pisten. So erfasse ich erst, wie riesig diese Hochalm eigentlich ist.

Dann erwartet mich zum Abschied noch eine Überraschung: ein Abendessen im liebevoll gestalteten Fondue-Iglu. Eine besondere Attraktion sind die vielen kunstvollen Elemente ganz aus Schnee und glitzerndem Eis, gefertigt von dem lokalen Künstler Björn Zryd. Viele kleinere Räume, alle unterschiedlich, romantisch mit Kerzenlicht beleuchtet und mit Fellen ausgestattet laden hier zum traditionellen Schweizer Fondue ein. Dazu gibt es heißen Früchtetee und kräftig-dunklen Rotwein. Nie hat ein Käse-Fondue besser geschmeckt!

Dann gilt es jedoch, die letzte Bahn ins Tal zu erreichen. Beim hinab gleiten denke ich mir, wie unglaublich vielfältig sich Adelboden doch zeigt. Ich plane wiederzukommen – vielleicht im Frühsommer, wenn die Almwiesen in voller Blüte stehen.

 

 

Infos unter

www.adelboden.ch

Hinkommen:

Mit der Airline Skywork nach Bern

Von dort per Shuttle oder Mietcar

www.flyskywork.com

 

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Genuss und Wellness in Adelboden – Parkhotel Bellevue und Spa

 

 

 

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2018