Ein Pillersee Tal – drei Skigebiete

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Ein Pillersee Tal – drei Skigebiete

 

Für seine hervorragenden Wintersportmöglichkeiten ist das Pillersee Tal weithin bekannt. Kein Wunder, ist es doch die schneesicherste Region ganz Tirols. Hier, in den Kitzbüheler Alpen freuen sich Skifahrer gleich über drei Skigebiete: das Skigebiet Skigebiet Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn, das Skigebiet Buchensteinwand und die Steinplatte/Winklmoosalm. Biathleten kommen zum World Cup oder zur WM nach Hochfilzen oder trainieren selbst in der einzigartigen Nordic Academy, die ein 100 Kilometer langes Loipennetz und schönste Strecken bietet.

Ein Tal, drei Skigebiete

… und viele unerwartete Ereignisse

 

Im Pillerseetal wählt man aus drei Skigebieten, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Ich bin hierher gekommen mir alle drei davon anzusehen, doch der Wettergott hat besondere Bedingungen dafür vorgesehen.

 

1.Tag: Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

Ich starte mit dem Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn. Das abwechslungsreiche Skigebiet mit seinen 270 Pistenkilometern verbindet Tirol mit dem Salzburger Land und zeigt sich dadurch äußerst vielfältig.
Ich komme zu einer Zeit, in der erschwerte Verhältnisse vorherrschen: Es ist Januar und es schneit hier seit fast zwei Wochen ununterbrochen.
Dennoch sind fast alle Straßen befahrbar und auch der Pistendienst hat hier so viele Pisten wie möglich präpariert und geöffnet – so, wie es die gebotene Sicherheit zulässt.

Bestens beraten durch Telmo von der S4 Snowsports Academy in Fieberbrunn habe ich den perfekten Ski für die jetzigen Schneeverhältnisse. Aus der Academy, Verleih und Skischule gleichermaßen, ist auch mein Guide Michelle, der mich behutsam und sicher über die Hänge leitet. Immer auf Sicht ist er im angepassten Tempo voran, sodass mir sogar bei dichtem Schneefall das Skifahren richtig Spaß macht. Bestmöglich erklärt er mir die Abfahrten und auch das großräumige Gebiet.
Schließlich fahren wir stattliche drei Stunden! Dann ruft der gemütliche Alpengasthof Ferchlstadl zur zünftigen Brotzeit. Wohlverdient schmeckt das leckere Gröstl heute doppelt gut!

 

2.Tag: Steinplatte

Am nächsten Tag geht es mit den Bergbahnen Steinplatte Waidring hinauf zur Winkelmoosalm. Die 42 Pistenkilometer des Skigebietes liegen im „Dreiländereck“ von Tirol, Salzburg und Bayern und bieten zahlreiche breite Hänge zum Carven… eigentlich!

Leider schneit es fast noch heftiger als gestern. Um das Gebiet wirklich zu „sehen“ muss ich wohl noch einmal wiederkommen. Aber mein heutiger Guide Klausi von der Skischule Waidring erklärt mir an der großen Übersichtstafel zunächst einmal, wo wir trotzdem fahren können. Der Pistendienst hat nämlich auch hier sein Bestes getan und die Hänge top präpariert. Das weiche Naturschnee-Erlebnis ist einmal eine ganz andere Erfahrung, als die Kunstschnee-Hänge der letzten Jahre. Und Intersport Kienpointner hat mich gut ausgerüstet für die heutige Situation.

Dank der Begleitung von Nikolaus fühle ich mich in jedem Moment sicher. Bei der Mittagsrast in der urigen Stallenalm erzählt mir der Einheimische, dass er der Liebe wegen nach London ging. Der Liebe zu seiner Heimat wegen kehrt er aber auch jede Wintersaison zurück, um hier als Skilehrer zu arbeiten! Ich verstehe ihn gut…

 

3.Tag: Buchensteinwand

Noch einmal geht es in ein anderes Gebiet: zur Buchensteinwand in St. Jakob in Haus, wo 20 Pistenkilometer auf die Skifahrer warten. Am Gipfel thront das weithin sichtbare 30 Meter hohe Jakobskreuz, das größte begehbare Gipfelkreuz der Welt. Es ist den Pilgern gewidmet, die seit Jahrhunderten auf ihrem Weg nach Santiago de Compostela vorbeikommen.

Dort will ich heute hinauf, denn es lässt sich etwas Sonne sehen und seit Tagen erstmals blauer Himmel. Meine Skiausrüstung hole ich mir bei Intersport Günther, gleich an der Talstation. Ein langer Schlepplift bringt mich zur ersten Abfahrt – ein Traum, heute kann ich meine Carvingschwünge in die fast jungfräuliche Piste ziehen. Glücklich geht es einige Male rauf und runter, dabei sehe ich eine Pistenraupe mitten im Hang. Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, der Motor läuft, sie bewegt sich seit 20 Minuten keinen Zentimeter. Dann sehe ich, dass auch die Sesselbahn zum Gipfel nicht geht.

An der Talstation treffe ich zwei Männer bei einem zweiten Pistenbully und frage nach.
Der Gipfel sei gesperrt wegen zu großer Schneemassen und vor allem wegen der Gefahr von Baum-Schneelawinen und drohender umknickender Bäume. Die Schneelast sei immens.
Ich habe größtes Verständnis für diese Sicherheitsvorkehrungen, dennoch scheint mir meine Enttäuschung ins Gesicht geschrieben zu sein. Kurz erkläre ich dem Mann, dass ich als Journalistin hier bin, heute zum Kreuz hoch wollte und es zudem mein letzter Tag hier sei.

„Jetzt schleppen wir erst mal die defekte Pistenraupe runter, danach muss ich sowieso rauffahren. Wenn du magst, kannst mitkommen“, bietet mir Martin an, der sich als Betriebsleiter der Lifte und des Jakobskreuzes herausstellt. Mein Herz beginnt zu hüpfen und ich freue mich riesig über das spontane Angebot.

Bei einem Glühwein auf der Terrasse des Gasthofs „Das Bergblick“ sehe ich der Abschlepp-Aktion der Pistenraupe zu, die in recht kurzer Zeit gut gelingt.
Rund eine halbe Stunde später begegnet mir Martin. „Pack mas?“ Und wie gern!

Langsam walzen wir uns nach oben. Die planierten Wege werden, je höher wir kommen zusehends schmäler. Hochkonzentriert nimmt Martin von der rechten Seite immer ein Stück der frischen Schneedecke mit um die Piste wieder zu verbreitern. Dabei bildet sich in der riesigen Schaufel vor uns eine immense Schneewalze, die dann glatt gedrückt zur neuen Pistenoberfläche wird. Präzisionsarbeit für so ein großes Gerät.

Durch die Frontscheibe sehe ich die schwer mit Schnee beladenen Bäume und verstehe nun umso besser, warum der Gipfel zwingend gesperrt bleiben muss! Für die Augen ist es jedoch ein echtes Winterwonderland – so, wie ich es noch nie gesehen habe!

Auch für so eine mächtige Pistenraupe und dessen Fahrer sind die Bedingungen nicht ungefährlich. Aber mit Hilfe des Monitors, vor allem jedoch mit seiner großen Erfahrung und seinem Können, bringt uns der Betriebsleiter gut hinauf zum Gipfelkreuz, das fast wie ein Stück versunken in den Schneemassen scheint. Ob ich denn hinein will? Martin hat den Schlüssel zum Inneren des Jakobskreuzes dabei. Natürlich will ich! Das Schloss ist vereist und spreizt sich zunächst. Bitte….! Dann schließt es doch auf und öffnet die Pforte. Mit dem Aufzug geht es nach oben in die vier, nach allen Himmelsrichtungen ausgerichteten Räume, die das Kreuz bilden.

Mir stockt der Atem, so magisch scheint dieser Ort. Die Räume ganz puristisch, nur einige Stühle und ein Stehtisch. Riesige Fensterfronten, die den Blick in die verzauberte Winterlandschaft freigeben. Jede Richtung ist wie ein neues Gemälde, man könnte sicher stundenlang nur schauen und den unglaublichen Weitblick über das Pillerseetal und die Kitzbüheler Alpen genießen. Ein wahrer Kraftplatz!

Martin hat indessen hier nach dem Rechten gesehen, jetzt muss er weiter zur Pistenpflege und dabei die schwierige Abfahrt meistern. Im Gefälle kann selbst ein großer Pistenbully ins Rutschen kommen.
Bis auf meinen mindestens zehn Mal wiederholten Dank bin ich ganz still, um den Fahrer nicht abzulenken. Ich sauge indessen jeden Augenblick wie einen Schwamm in mir auf, speichere Bilder, die ich ewig in meinem Herzen tragen werde!

Im Tal danke ich Martin ein letztes Mal für diese unglaublichen Momente und muss mich beherrschen, ihm nicht um den Hals zu fallen. Für den Mann, der diese Arbeit im Winter täglich verrichtet, damit Skifahrer ihrem Vergnügen nachkommen können, beginnt nun – es ist schon gegen 14 Uhr – endlich eine kleine Mittagspause, bevor es später wieder weitergeht.

Auf meiner Fahrt mit dem Skibus nach St. Ulrich drehe ich mich nochmals um zu dem einzigartigen, 30 Meter hohen Jakobskreuz auf der Buchensteinwand, das das Pillerseetal und die Menschen die hier leben wie zu behüten scheint.

 

An dieser Stelle möchte ich mich persönlich von ganzem Herzen bedanken bei allen, die oft unter schwierigsten Bedingungen und in risikoreichen Situationen ihr Bestes geben, um anderen sicheren Wintersport zu ermöglichen.  Eine unglaubliche Leistung! Ihr seid für mich die wahren Helden der Piste!

 

Persönliche Info: Viele Bilder sind situationsbedingt bei Schneefall oder durch Glasscheiben fotografiert!

 

Informationen zum Pillersee Tal unter

www.pillerseetal.at

 

Infos zum Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn

SkiMovie-, Speed- und Rennstrecken sowie zahlreiche Snow- und Freerideparks sorgen für Spaß, Flutlichtpisten verlängern den Skitag. Rund um Fieberbrunn lautet das Motto „Easy up – Wild down“, denn der Freeride-Hotspot bietet traumhafte Tiefschnee-Abfahrten. Echte  Cracks lieben die70 Grad Hangneigung im oberen Bereich des Wildseeloder (2118 m), die zum Abheben verführt. Wer mag, schaut den Profis bei der Freeride World Tour zwischen dem 22. und 28. Februar zu, die am 23. und 24.02. von einem Freeride Testival ergänzt wird!
www.saalbach.com

 

Info zur Steinplatte

Hier laden zahlreiche breite Hänge zum Carven ein. Die 42 Pistenkilometer des Skigebietes liegen im „Dreiländereck“ von Tirol, Salzburg und Bayern und sind ein perfektes Paradies für Familien.
Während sich die Eltern auf den Pisten vergnügen, ihre Runden auf den Langlaufstrecken auf der Winklmoosalm ziehen oder eine Winterwanderung zur Aussichtsplattform machen, sind die Kleinsten beim Skikurs bestens versorgt und die Jugendlichen erhalten ihren ultimativen Adrenalin- Kick im legendären Snowpark oder „chillen“ beim Zuschauen. Und weil der Snowpark zu den besten und mit seinen 1,5 Kilometern auch längsten in ganz Österreich gehört, machen auch die Stars der Szene hier Station: am 17. März gibt die Freeride-Ikone Nicola Thost mit ihrem „Sprungbrett“ jungen Talenten im Snowpark Steinplatte die Chance entdeckt zu werden.
www.steinplatte.tirol

 

Infos zur Buchensteinwand

www.bergbahn-pillersee.com

 

Skiverleih und Skischule Fieberbrunn:

www.s4-fieberbrunn.at

 

Skiverleih Waidring:

www.intersport-kienpointner.at

Skischule Waidring:

www.ski-waidring.at

 

Skiverleih St. Ulrich am Pillersee:

http://www.intersportguenther.at

 

Gut Wohnen und Speisen – direkt an der Steinplatte:

www.glueckshotel-tirol.com

www.hotel-sendlhof.at

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2018