Nevada – im Land der Kontraste

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Nevada – im Land der Kontraste

Nevada, den siebtgrößten Bundesstaat der USA, verbindet man meist mit Gedanken an Wüste, Silber-Minen und Casinos. Seine Vielseitigkeit ist den meisten Menschen gar nicht bewusst. Nevada ist ein Land der Kontraste: Hier treffen sich majestätische Berge und Wüste, wilde Fauna und städtische Casino-Welt.
Vor allem ist Nevada weit mehr als nur das Glitzermeer von Las Vegas. Der Staat fasziniert mit unberührter Natur, Kunst und Kultur, einzigartiger Landschaft, unendlich scheinender Wüste… und natürlich mit dem Lake Tahoe – dem Juwel von Nevada. Der höchstgelegene Gebirgssee Amerikas zieht mit seinem kristallklaren Wasser Outdoor-Liebhaber im Frühjahr, Sommer und Herbst an, die umgebenden Berge der Sierra Nevada sind ein Besucher-Magnet für Wintersportler.

Nevada – eine Erfahrung

 

Silver Lagacy in Reno

Um sieben Uhr morgens verlasse ich mein Haus – 24 Stunden, 2 Flüge und 3 Kinofilme später betrete ich endlich das Hotel Silver Lagacy in Reno. Nevada will erobert werden!

Eigentlich bin ich hundemüde – eigentlich… aber allein das Schlendern durch die Gänge des Hotel-Casino- Komplexes,  füllt mich mit zahlreichen neuen, Neugierde erweckenden Eindrücken an. Hier ist es jetzt später Abend und der Casino- Betrieb in vollem Gang. Überall blinkt und glitzert es an verlockenden Spielautomaten, die rechts und links der Gänge stehen. Dann komme ich in eine „eigene Welt“, ein riesiges Kuppelgewölbe umfasst über mehrere Stockwerke hinweg das Herzstück: das Casino.
Im Zentrum eine riesige, nachgebaute  Silberabbau-Mine, die in allen Farben schillert und blinkt. Das Wahrzeichen des Casinos, an dessen Automaten und Spieltischen  sich hunderte von Menschen tummeln.

Im NoVi, einem Nachtclub im angebundenen Eldorado Hotel, lasse ich den Abend in luxuriöser Atmosphäre bei einem Cocktail ausklingen und hoffe auf angemessenen Schlaf. Punkt vier Uhr morgens bin ich putzmunter – der Jetlag lässt grüßen! Egal – aus meinem Fenster vom 21. Stockwerk aus genieße ich den Sonnenaufgang und anschließend das umfassende Frühstücksbuffet. Nur der amerikanische Kaffee hilft mir leider nicht, richtig munter zu werden.

 

Virginia City

Das schafft dafür mein Guide Ben, der mit seiner guten Laune einfach ansteckt.
„Was willst du denn sehen, lieber die Stadt oder Virginia City…rund 35 Minuten entfernt?“
Klare Sache:  Virginia City, die legendäre Silber- und Goldgräberstadt ist ein Muss! Dass sie tatsächlich auf knapp 1900 Höhenmetern liegt, wird mir auf der Fahrt erst durch die zahlreichen Serpentinen klar, die unaufhaltsam bergan führen.   Irgendwann bietet sich bei einem Aussichtspunkt die Gelegenheit, das 500 Meter tiefer gelegene Tal  um Reno und die gegenüberliegenden Berge der Sierra Nevada zu erblicken.

Dann sind wir schließlich da, in der heute rund 500 Einwohner zählenden Stadt, die im Jahr 1859 durch die Entdeckung der Comstock Lodge, einer gigantischen Silbermine mit reichen Erzvorkommen kurz unterhalb des Ortes, einen wahren Silberrausch in Nevada (auch Silver State genannt) auslöste.
Bis zu 675 Bergleute arbeiteten hier im Dreischichtbetrieb am Abbau der Edelmetalle, von denen allein zwischen 1860 bis 1880 rund 6,3 Millionen Tonnen Silber- und Golderz gefördert wurden.
Niemand geringerer als  Mark Twain – der damals als Reporter für eine ansässige Zeitung arbeitete – war es, der in seinem Buch „Durch dick und dünn“ eine lebendige Beschreibung des Silberrausches veröffentlichte.

Heute sieht man in der kleinen Stadt noch viele Häuser im Originalzustand; die hölzernen Balkone sind wohl nicht mehr zu betreten. Nur die Saloons sind ein bisschen moderner geworden und in den Stores gibt es zahlreiche Souvenirs wie Silberschmuck, Western-Hüte und Cowboy-Stiefel im Angebot.

Es geht zurück nach Reno. Der  „Governor’s Global Tourism Summit“ zu dem ich gebeten wurde ruft. Nach der Tourismusmesse sehe ich mir das riesige, 21.000 m² große Spa des Silver Legacy an, das im Oktober 2018 brandneu eröffnet wurde. Jet Lag Eliminator heißt eine der Behandlungen mit Hand-, Fuß- und Nackenmassage. Die muss ich haben – der kleine Muntermacher tut gut!

 

Carson Valley

Mein folgender Tag gehört dem Carson Valley, ein Ziel, das man unbedingt besuchen sollte. Auf der Fahrt wechselt die karstig-steinige Landschaft hin, zu immer breiter werdenden goldgelben Feldern, die rechts und links von blau bis violett schimmernden Bergen gesäumt sind. Das besondere Licht der noch immer kräftigen, tiefstehenden Novembersonne taucht das Tal in eine faszinierende Atmosphäre von ganz eigener Schönheit.
Der Carson River zieht sich durch das Tal und macht es für Landwirtschaft und Rinderzucht urbar. Der Deutsche Heinrich Friedrich Dangberg war es schließlich, der mit gerade einmal 18 Jahren nach Amerika kam um wenig später hier eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Carson Valley zu spielen. Ihm zu Ehren bewahrt man bis heute die Dangberg Ranch im Urzustand und macht sie Besuchern zugänglich.

 

Hot Springs

Die malerische Landschaft des Tals erreicht ihren Höhepunkt in den Hot Springs, mit ihren heißen Schwefel haltigen Quellen, die die Felder und Bachläufe mit aufsteigenden Nebelschwaden überziehen. Berühmt für ihre Bäder, sollen die Quellen nahezu alles,  vom Muskelkater bis hin zu Rheuma heilen.  So wurde 1862 Walley’s Hot Springs, ein elegantes Spa- und Luxushotel errichtet, das man nicht nur besuchte, um sich den Schmutz oder den Stress der Minen wegzuwaschen, sondern auch, um die Sorgen des Erfolgsdrucks zu vergessen. Mark Twain und Clark Gabel sollen hier Bäder genommen haben, heute zieht das Spa- Resort mit seinen fünf heißen Quellenpools und einem edlen Restaurant Gäste von weit her an.

Ich entscheide mich für Dinner im JT Basque. Die Basken wanderten einst wegen der Schafzucht nach Carson Valley aus. Mit Wurzeln, die ein halbes Jahrhundert zurückreichen, ist das baskische Restaurant JT eine Ikone in Nevada. Im family style werden Schüsseln mit cabbage-Suppe und Platten mit Fleisch an den Tisch gebracht, köstlich zubereitet… und jeder nimmt so viel er möchte. Ein schönes Erlebnis!

 

Lake Tahoe

Nach einer bitterkalten Nacht, die die Bäume und Autos mit Reif umhüllt hat, ist ein morgendliches,warmes Bad gerade recht, bevor es weitergeht an die Nordseite des Lake Tahoe. Der riesige Süßwassersee, eingebettet auf rund 1900 Höhenmetern in der Sierra Nevada,  ist für sein glasklares Wasser und seine sauberen Strände bekannt. Auf einer geführten Wanderung entlang des Flume Trail hinter dem Tunnel Creek erzählt Charly White von Move Mountains über die Besonderheit der riesigen Kieferbäume, deren Nadeln  bis zu 20 cm lang werden. Die Harze der Bäume hüllen die Bergluft in einen angenehmen Duft und Charly versäumt es nicht neben der atemberaubenden Aussicht bis auf die in Kalifornien liegende Südseite des Sees auch auf Achtsamkeit und innere Ruhe zu verweisen.

 

Hyatt Regency und Ritz Carlton

Im Herzstück des Hotels Hyatt Regency, dem Restaurant Lone Eagle Grill genieße ich mein köstliches Lachs-Steak mit Panoramablick auf den See und knisterndem Kaminfeuer im Rücken. Auch draußen laden Feuerstellen im Freien zum Verweilen ein während am Strand  Gäste noch die letzten Sonnenstrahlen nützen. Am privaten Steg wartet ein Wasserflugzeug, bereit für den Weg in den Süden.
Ob ich lieber im Spa relaxen möchte oder noch etwas ganz Typisches erleben?

Die Entscheidung fällt nicht schwer und so geht es noch etwa 15 Autominuten höher hinauf in die Berge, bis zur Grenze zwischen Nevada und Kalifornien, wo ich schließlich das riesige Familienresort des Ritz Carlton Lake Tahoe erkenne. Hier liegt schon der erste Kunstschnee, in etwa drei bis vier Wochen kann man bereits auf den Pisten bis zum Hotel abfahren. Meine Überraschung liegt in der
Wissenschaft, die sich hinter dem perfekten Marshmallow verbirgt.
Hausgemachte Marshmallows werden hier von Jung und Alt zur Dämmerstunde am großen Terrassenfeuer an langen Spießen gebraten. Langsam und vorsichtig, damit das süße, weiche Würfelchen bräunt, aber nicht verbrennt. Erst kurz bevor es von der Gabel fallen würde, wird es auf ein Keks mit einer kleinen Schokotafel gepackt, ein Keks darüber – fertig ist das perfekte „s’more“.
Ein echter Spaß für die Familie, der sicher unvergesslich bleibt.

Bei meiner Rückfahrt fällt mir der klare Sternenhimmel auf. Lichtverschmutzung kennt man hier nicht, denn die meisten Häuser sind niedriger als die Bäume und man kann sich noch am tief dunklen Nachthimmel  mit seinen Sternenbildern erfreuen.

 

Sand Harbor

Byebye Lake Tahoe, es geht zurück nach Reno, allerdings nicht, ohne am schönsten Punkt, dem
Sand Harbor Halt zu machen. Mit seinem türkisfarbenen Wasser und weißem Sand sowie den rund geschliffenen Felsformationen, fühlt man sich hier fast wie in der Karibik oder auf den Seychellen. Gerade die richtige Location für ein Foto-Shooting oder um einfach den ganzen Tag hier zu verbringen.
Aber heute ist Wine Walk in Reno, eine gute Gelegenheit die Stadt außerhalb der Casinos kennenzulernen.

 

Reno

Im Riverwalk District, der  im Herzen der Innenstadt liegt haben sich 52 lokale Unternehmen vereinigt und beleben beim monatlichen Wine Walk ihre Geschäfte, vom Café über die Boutique bis hin zum Souvenir-Laden. Gegen 20 Dollar erhält man ein Weinglas und ein Armband, mit dem man bei jedem der teilnehmenden Händler Wein verkosten kann. Dabei trifft man sich mit Freunden, shoppt und geht gleichzeitig spazieren.
Das Thema im November ist zur Feier des Erntedankens der Tipsy Turkey (Beschwipster Truthahn).

 

The Peppermill

Meinen letzten Abend verbringe ich im The Peppermill. Inspiriert von den Bädern der Römerzeit, verbindet das gesamte Haus die Tradition der alten Welt mit modernen  Anklängen, was sich besonders im  33 000 qm großen Spa Toscana zeigt. Ich genieße mein köstliches Dinner unter gigantisch großen, römischen Gips-Skulpturen im Restaurant Romanza und tanze mich im edlen Club des Resort-Casinos müde für die bevorstehende lange Heimreise.

Auf meinem Rückflug nach Hause muss ich lächeln: Wie unterschiedlich man Nevada doch erleben kann!

 

Infos unter:

http://travelnevada.de

 

https://www.visitrenotahoe.com

 

https://visitcarsonvalley.org

 

https://www.gotahoenorth.com

 

 

Wohnen mit Wellness und Casino:

Silver Legacy

http://www.silverlegacyreno.com

 

Peppermill Resort Casino

http://www.peppermillreno.com

 

The Hyatt Regency Lake Tahoe

https://www.hyatt.com/en-US/hotel/nevada/hyatt-regency-lake-tahoe-resort-spa-and-casino/tvllt

 

Wohnen und natürliches Wellness:

http://www.davidwalleys-resort.com

 

Fine dining:

international, italienisch, Steakhouse

im Peppermill: www.peppermillreno.com

 

Lone Eagle Grill im

https://www.hyatt.com/en-US/hotel/nevada/hyatt-regency-lake-tahoe-resort-spa-and-casino/tvllt

 

sehr gutes Frühstücksbuffet:

im „Buffet“  zwischen Silver Legacy und Eldorado
http://www.silverlegacyreno.com   und  www.eldoradoreno.com

Nachtclub NoVi im Hotel Eldorado mit guten drinks

 

Baskisch essen in Varson Valley:

http://jtbasquenv.com

 

Mexikanisch essen am Lake Tahoe:

http://www.calientetahoe.com

 

International in Reno:

http://www.roundaboutgrill.com

 

Wandern, Outdoor und Training:

http://www.tahoeflowartsstudio.com

http://movemountains.com

 

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2018