Heritage Resorts – Im wilden Süden von Mauritius

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Heritage Resorts – Im wilden Süden von Mauritius

 

Orte, denen ein besonderer Zauber innewohnt sind oftmals noch „lastsecrets“. So vielleicht auch der „wilde Süden“ von Mauritius, wo ich mich in die Heritage Resorts im 2.500 Hektar großen Gebiet der Domaine de Bel Ombre, einer ehemaligen Zuckerrohrplantage verliebte.

Bereits Mark Twain schrieb in sein Tagebuch: „Glaubt man den Inselbewohnern, so wurde zuerst Mauritius geschaffen und dann das Paradies, als eine Kopie davon.“
Einheimische erzählen das über die Sehnsuchtsinsel gerne bis heute, wobei die West- und Ostküste doch bereits stark touristisch erschlossen sind und sich dort Hotel an Hotel reiht.

 

Heritage Resorts – Domaine de Bel Ombre

Für mich geht es daher in den grünen Süden der Insel, wo der wahre Luxus noch in der intakten Natur liegt. Hier hatte ich von den Heritage Resorts gehört, die sich für den Schutz der Küste, der Lagune und des farbenprächtigen Korallenriffs einsetzten, das inmitten des türkisfarbenen Wassers die Lagune von Bel Ombre ausmacht. Das Taucherparadies lockt jährlich durch seine große Artenvielfalt an Fischen und Korallen tausende Gäste zum Schnorcheln und Tauchen an. Seegraswiesen, Seegurken, Schnecken, Krabben, Seesterne: Das reiche, intakte Ökosystem muss gepflegt werden, damit es auch für künftige Generationen erhalten bleibt.

 

Care for the nature

Wie wundervoll, dass die Heritage Reosrts auf Natur und Umwelt achten! Wasserskifahren wurde gänzlich von der Liste der Hotelaktivitäten gestrichen, Tauchen ist nur bei Flut erlaubt und eine Broschüre auf jedem Zimmer gibt nützliche Tipps zum verantwortungsvollen Umgang mit dem empfindlichen Naturschatz.

„Heritage“, was so viel heißt wie Erbe, ist ein Name, der verpflichtet. Das Heritage Le Telfair Golf & Wellness Resort ist im Stil der mauritischen Architektur des 19. Jahrhunderts errichtet und versprüht mit seinen hübschen, schneeweißen Villen den Charme einer Zuckerplantage vergangener Zeiten.

 

Welcome

„Mauritische Identität, Bräuche und Traditionen, Erfahrungen, Empfindungen, Aromen und der Geschmack von Mauritius – alles soll weitergegeben werden“, erklärt Manager Ian beim Mittagessen am Strand. „Allein die Vielfalt unserer Küchenstile ist ein Beispiel dafür.“ So  bietet das Restaurant Gin’Ja zum Blick auf die Lagune beste Pan-asiatische Küche. Von Sushi und Teppanyaki bis hin zu Nudel- und Reisgerichten freut man sich hier über ein ultimatives barfuß- kulinarisches Erlebnis!

 

 Seven Colours Spa und Wellness Pavillion

Ein ausgedehnter Spaziergang am feinen Sandstrand und einige Runden im riesigen Pool tun gut bevor es ins Spa Seven Colours zur entspannenden Jet Lag Massage geht. Pooja lässt mich eine Farbe wählen, der sie dann ein Chakra, einen Duft und auch das Massageöl zuordnet. Alles ist stimmig und  die wundervolle Kopfmassage, die ich zusätzlich genieße, lässt mich bald entspannen.

Wenig später erfahre ich von Spa-Leiter Matthieu Gossart von dem großartigen Bliss Konzept, welches hier angeboten wird. Yoga, Pilates, Tai-Chi, Reiki und Massagen: alles wird, nach einer Konsultation bei Matthieu und einem Chakra Test, genau auf den Bedarf des Gastes abgestimmt. „Wichtig ist, erst einmal den Zustand und den Bedarf des Erholung-Suchenden zu erfassen.“ Die umgebende Natur, Bewegung und Sport sowie Atemübungen tun ihr Übriges.

 

Frédérica Natur Reservat

Am nächsten Morgen heißt es zusammen mit Ranger Zinio die Besonderheiten des ursprünglichen Frédérica Natur Reservats zu entdecken. Mit dem Jeep fahren wir auf unwegsamen Pfaden vorbei an Zuckerrohrfeldern und Ruinen ehemaliger Zuckerfabriken, hinein in tropische Wälder mit einer imposanten Tierwelt. Insbesondere die vielen Hirsche hätte ich hier nie erwartet. Bei einer Pause an der Cascade de l’Exemple kann man unterhalb des herrlichen Wasserfalls sogar ein erfrischendes Bad nehmen. Atemberaubende Ausblicke über die Hügellandschaft bis hin zum Meer und die beeindruckende Vielfalt an Pflanzen– viele davon endemisch – machen diese Tour perfekt, um auf abenteuerliche Weise die malerische Naturlandschaft des Reservats zu erkunden.

 

Heritage 18-Loch-Championship-Golfplatz

Nach dem Mittagessen im Le Palmier mit kreolischem „catch oft he day“ ruft der Heritage 18-Loch-Championship-Golfplatz, der zu den besten Plätzen der Welt gehört. Dreieinhalb Stunden später zum Sonnenuntergang (es ist 18.30 Uhr!) ist ein Cocktail auf der Clubterrasse der Lohn, bevor der Abend im Annabellas bei indisch- persischem Buffet ausklingt.

 

Entdeckungstour mit mautourco

Tags darauf geht es auf einen Entdeckungs-Trip mit Guide Ina von mautourco, einem Veranstalter, der uns die Sehenswürdigkeiten im Süden zeigen will. Nachdem wir das imposante Baie du Cap umfahren haben, sind wir bald beim ersten Aussichtspunkt, der den Blick auf einen gigantischen Wasserfall freigibt: die Cascade Chamarel sind Wasserfälle, die inmitten bizarrer Landschaft in die Tiefe stürzen. Noch faszinierender sind die Terres des Couleurs, die 7farbige Erde, die an eine bunte Mondlandschaft erinnern. Die Erde liegt hier in Hügeln aufgeworfen und schimmert in Farben von Gelb, Ocker, Braun, Sand, Orange, Violett bis Blau. Ein Naturphänomen, das chemischen Prozessen durch Vulkantätigkeit geschuldet ist und das aufgrund seiner Beschaffenheit kein einziges Pflänzchen wachsen lässt. Weltweit einzigartig!

 

Grand Bassin, Heiliger See der Hindus

Natürlich muss auch die Chamarel Rumfabrik besichtigt werden bevor wir noch einmal Halt machen beim Black River Gorges National Park, der uns die spektakuläre Sicht über den gesamten Südteil der Insel freigibt. Dann bringt uns Ina zum Kratersee Grand Bassin, dem Heiligen See der Hindus. Auf der Fahrt erfahren wir, dass hier alle Religionen friedlich miteinander leben und die Bevölkerung sogar gegenseitig an den Festtagen teilnimmt. Der 2 km östlich von Le Pétrin gelegene Kratersee Grand Bassin, ist die größte hinduistische Pilgerstätte außerhalb Indiens. Einmal im Jahr pilgern hier rund 300 000 Gläubige Anfang März zum Maha-Shivaratri- Fest her, bringen den Gottheiten Opfer dar und werden selbst kostenlos gespeist.
Kein Wunder, dass die Straßen von Makaken gesäumt sind, die sich ihren Anteil erhoffen oder sich diesen manchmal auch einfach dreist erobern.

 

Eldorado für Kiter, Windsurfer und Standup Paddler

Zurück in der Domaine entscheide ich mich anstelle eines Mittagessens in einem der 12 unterschiedlichen Restaurants für den erfrischenden Saft einer Kokosnuss am Strand – köstlich! Am Kokosnuss-Stand steht ein Wegweiser: „Chill here“, dem ich nur all zu gerne nachkomme. Der Nachmittag lässt Zeit den Kitern und Windsurfern zuzusehen, die hier im Süden von Mauritius ihren wahren Hotspot gefunden haben. Standup-Paddler und Kanufahrer suchen dagegen eher die windstille Mündung des Flusses, der sich durch das Resort zieht. Mich lockt es nochmals ins Spa, in dem neben Yoga und Pilates auch Reiki angeboten wird. Dankbar nehme ich einige Tipps von Reiki-Meister Ketan auf.

 

Dinner im Le Chateau

Ein großer Abend steht bevor: Dinner im Le Chateau, einem renovierten edlen Herrenhaus mit feinstem Interieur, am Golfplatz gelegen. Mit Caddys chauffiert man uns den Fackel gesäumten Weg entlang zum Champagnerempfang auf der herrlichen Veranda. Sternekoch David Toutain kam extra aus Paris um das Sommermenü zu kuratieren (mehr dazu siehe Extra-Bericht, Link unten).
Die mauritische Gastfreundschaft offenbart sich in einer großzügigen Speisenfolge, die die besten Produkte aus der Domaine, gepaart mit südafrikanischen Weinen auf den Tisch bringt. Ein unvergesslicher Abend!

 

C Beach Club und Sega Tänzer

Der letzte Tag: Ein ausgedehnter Strandspaziergang zeigt, was die stürmischen Morgenstunden mit 10 Meter hohen Wellen angespült haben. Eifrig wird alles in Ordnung gebracht; die Lagune wird zu Wasser und an Land als das gehütet, was sie ist: ein kostbares Gut! Während ich per Glasbodenboot die Unterwasserwelt des Riffs mit ihren reichen Korallenbänken erkunde, sehe ich, dass am Strand gerade eine Hochzeit stattfindet. Wedding-Urlaub hat hier Hochkonjunktur.
Für den letzten Abend hat man uns in den C Beach Club gebeten mit kreolischem Buffet. Als Überraschung treten Sega Tänzer auf, die den einen oder anderen zum Mittanzen animieren. Die fröhlich ausgelassene Stimmung lässt den nahenden Abschied fast vergessen.

 

Gris Gris zum Abschied

Zeit noch bis nachmittags, unsere Maschine fliegt erst abends. Irgendwo im Park treffe ich Ketan, der mich spontan einlädt und mir noch eine Reiki Übung für zuhause mit auf den Weg gibt. Es entspricht der Philosophie der Heritage Resorts, dass man sich hier nicht nur um das Wohlgefühl während des Aufenthaltes sorgt, sondern auch für „danach“ versucht, etwas mitzugeben. Wie fürsorglich!
Auch unser Fahrer, der uns zum Flughafen bringt, fährt extra noch überraschend einen kleinen Umweg, um uns zum Sonnenuntergang einen ganz besonderen Punkt zu zeigen.
Es ist eine hohe Klippe namens Gris Gris, mit einem tief darunter liegenden Strand, an dem die Wellen mangels vorgelagerten  Riffs ungebremst auf das Festland rauschen. Dort, wo sie auf den Felsen „ Roche Qui Pleure“  (der weinende Stein) treffen, schlägt die Brandung so hoch, als wären es die Tränen der Klippe.
Ein unvergesslicher Moment und ein ganz besonderer Abschied, den uns der Wilde Süden von Mauritius schenkt.

 

www.heritageresorts.mu

www.mautourco.com

Mein besonderer Dank gilt den Heritage Resorts für die unglaubliche Gastfreundschaft, Ian für das wundervolle Programm und Jaques Charles sowie Michel Frederic für ihre erfrischende Gesellschaft an den Abenden.

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Kulinarischer Hochgenuss im Heritage Le Château

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2017