Rosengarten – Panoramaskifahren im Reich von König Laurin

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Rosengarten – Panoramaskifahren im Reich von König Laurin

Von Bozen aus zieht sich die Strasse hinein ins Eggental und schraubt sich hinauf bis an den Punkt, an dem man sich entscheiden muss: Lieber Richtung Latemar oder Rosengarten? Die Wahl ist schwierig, denn beide Gebirgsmassive zählen zu den Dolomiten und somit zu den schönsten Bergen der Welt. Seit 2009 stehen sie als UNESCO Weltnaturerbe unter Schutz.

Dieses Mal geht es an den Rosengarten, der mit seinem Skiresort Carezza Ski lockt. Hier gibt es für Wintersportler über vierzig Pistenkilometer direkt unterhalb des mächtigen Felsstocks zu erkunden.

Carezza Ski: ideal für Familien

Bereits im hübschen Ort Welschnofen führt die Laurin Kabinenbahn als Einstieg hinein ins Skigebiet. Wir wollen noch höher hinaus und vor allem direkt an die Skipiste und quartieren uns bei der Moseralm ein. So ist es sogar am Ankunftstag noch möglich gleich die ersten Schwünge zu ziehen. Ein Zubringer-Schlepplift führt hinüber zu den schönen, breiten Pisten, die zum Carven einladen.

Während Familienväter gerne mit dem Paolina Sessellift ganz hinauf zur gleichnamigen Hütte auf 2125 Metern fahren und dort die Auswahl zwischen zwei schwarzen Pisten für eine rasante Abfahrt haben, steigen Mütter mit ihren Kindern schon bei der Mittelstation aus und genießen die sanfteren Hänge mit roten und blauen Pisten. Spätestens zur Auffahrt trifft man sich wieder! Erstaunlich, dass die Pisten selbst spät nachmittags noch perfekt sind und keine lästigen „Buckeln“ aufweisen!

Energiesparende Beschneiung

Warum das so ist, erfahren wir abends im Hotel. Dort treffen wir Georg Eisath, der mit TechnoAlpin den Weltmarktführer in der Beschneiungsanlagen-Produktion mitbegründet hat. Ständig arbeitet er daran, Pistenpräparierung so effizient wie möglich zu gestalten.
„Mit Optimierungs-Maßnahmen, wie etwa der Schneeproduktion bei -7 Grad und der exakten Messung der Schneehöhen im gesamten Gebiet, haben wir es geschafft, die Energiekosten um 20 % zu senken!“, erzählt der Präsident des Skigebietes. Sein Sohn, der italienische Skirennläufer Florian Eisath und viele seiner internationalen Kollegen profitieren von den idealen Pistenbedingungen und trainieren auf der selbst konzipierten „Florian Eisath- Trainingspiste“.

Natürlich testen auch wir die legendäre Abfahrtsstrecke, denn wenn kein Training ist, dürfen sich dort natürlich die Wintergäste versuchen.
Dann wechseln wir zu den Pisten, die nördlich der Moseralm liegen. Unterwegs treffen wir auf Winterwanderer, sehen Tourengeher und Langläufer, die ihre Runden ziehen, während sich im „Family Fun Park“ vorwiegend Jungendliche vergnügen.

Unser Ziel heißt Kölner Hütte – der höchste Punkt im Skigebiet mit 2337 Metern. Von hier aus geht es bis zur Frommer Alm oder noch weiter: fast 8 Kilometer hinunter bis nach Welschnofen. Traumhaft! Sogar der letzte Abschnitt, der durch den Wald führt, bietet immer noch eine Breite um Schwünge zu ziehen.

Feinste italienische Küche

Mittags ruft der Hunger. Wir haben einen Geheimtipp erhalten und erobern die kleine, feineTscheiner Hütte. Um zu Elisabeth Pichler zu gelangen, muss man seine Ski schon einmal 300 Meter weit schultern. Der Weg lohnt sich allemal, denn was Koch Christian Tasser – Elisabeths Lebensgefährte – auf den liebevoll gedeckten Tisch bringt, kann sich sehen lassen! Geräucherte Entenbrust mit mariniertem Artischockengemüse, Lagrein-Risotto mit Radicchio und Zweierlei vom Wollschwein auf Pastinakenpüree. Hier gibt es nur, was aus der Umgebung stammt, am besten von Freunden oder Verwandten produziert. Fast fällt es schwer, hier nicht den Rest des Nachmittags zu verweilen, aber die Pisten rufen wieder. Eine schönere Kulisse um seine Schwünge zu ziehen gibt es schließlich kaum!

Frauenpower

Abends dürfen wir eine ganz besondere junge Dame kennenlernen: die einzige Pistenraupenfahrerin Südtirols! Ganze 25 Jahre jung ist Martina Blaas. „Früher bin ich schon immer gerne mitgefahren. Dann habe ich Sicherheitskurse gemacht und bin schließlich selbst gefahren. Meine Faszination liegt darin, die Pisten einfach wieder schön zu machen.“ Als ihre Kollegen hörten, dass Martina wirklich ernst macht, haben sie ihrer Pistenraupe einfach die Seitenspiegel rosa angemalt – passend zu den Fingernägeln, wie sie lächelnd meinten. Längst haben sie ihre „Pistenheldin“ akzeptiert, die ihr Gebiet genauestens kennt und alles ganz ohne technischer Computerhilfe, nur aus persönlicher Erfahrung präpariert. Chapeau!

Dolomiten von oben

„Wenn du es träumst, kannst du es tun“ steht auf dem Flyer von GRS Helitours,
Ein Helikopter-Rundflug über die Dolomiten  muss für niemanden ein unerreichbarer Traum bleiben – der ist nämlich im Eggental buchbar, zu wirklich erschwinglichen Preisen ab 65 Euro.
„Es sind einfach bleibende Erinnerungen, wenn du einmal die beeindruckenden Bergmassive von oben gesehen hast!“, meint unser Pilot Patrick Schwarz.
Jetzt im Winter erhält man aus der Vogelperspektive auch den besten Überblick über die Vielfalt der Pisten und Abfahrtsmöglichkeiten.
Patrick dreht langsam die Runde über das Skigebiet, erklärt, wo überall neue Lifte in Planung sind, insbesondere die neue Trasse von Tiers hinauf zur Frommeralm. Wir überfliegen den Schlern und die winterliche Seiseralm. Dann zieht Patrick hoch, um die spektakulären Felstürme des Rosengarten-Massivs herum und hinein ins Fassatal. „Dort hinten seht ihr die Marmolata und die Lagoraikette“, erklärt er via Mikrofon. Schließlich fliegt er seitlich am Latemar vorbei, über das prächtige Tal und zeigt uns den Zanggen, das Weißhorn und die Gemeinde Deutschnofen, bevor ein Schwenk zurück wieder den Ausblick auf den Rosengarten frei gibt: einfach atemberaubend!

Sunset Skiing Aperitif und Alpenglühen

Nach diesem unvergesslichen Rundflug-Erlebnis geht es zurück auf die Pisten.
Immerhin sind wir im Reich des Zwergenkönigs Laurin, der der Sage nach für das einzigartige Alpenglühen verantwortlich ist. Wir wollen spätnachmittags von der Sonnenterrasse der Laurins Lounge bei der Kölner Hütte, auf den Sonnenuntergang warten. Dort serviert der sympathische Gastgeber Manuel neben kulinarischen Köstlichkeiten zur „Enrosadira“, dem Erröten der Dolomiten, herrliche Cocktails. Freuen darf man sich schon auf den März: dann wird sogar eigens für den „Sunset Skiing Aperitif“ immer donnerstags der König Laurin- Sessellift bis 17 Uhr geöffnet sein!

 

Über das Eggental:
Das Eggental mit seinen sieben Orten beginnt direkt an der Autobahnausfahrt Bozen Nord. In den Bilderbuchdörfern treffen italienische Lebensart und alpines Flair aufeinander. Skifahrer haben im Angesicht des Unesco-Welterbes der Dolomiten mit Rosengarten und Latemar zwei einzigartige Skigebiete zur Auswahl. Das Ski Center Latemar Obereggen, das mit dem Fiemme-Tal verbunden ist und auf über 100 gemeinsame Pistenkilometer kommt, ist der ideale Urlaubsort für aktive Skifahrer. Das Skigebiet Carezza positioniert sich als perfekter Ort für Familien. Hier gibt es inklusive der Verbindung ins Fassatal insgesamt 154 Abfahrts-Kilometer. Alle Gemeinden des Eggentals haben sich der Nachhaltigkeit verschrieben. In beiden Skigebieten kommt der Strom für Lift- und Beschneiungsanlagen von erneuerbaren Energieträgern. Die 6400 Gästebetten verteilen sich auf 13 Hotels im 4-Sterne-Bereich und zahlreiche weitere, ausgezeichnete Unterkünfte für unterschiedliche Ansprüche. Wer mag, quartiert sich direkt am Pistenrand ein.

Weitere Infos:

Eggental Tourismus, Dolomitenstraße 4, I-39056 Welschnofen,
Tel.: 0039/0471/619500, info@eggental.com, www.eggental.com

 

Skigebiet:

www.carezza.it

 

Helikopterflüge:

GRS Helitours   www.grs-csa.it

 

Geheimtipp Tscheiner Hütte:

Nigerstraße 10
I-39056 Welschnofen
Telefon: +39 0471 612036

 

Schön wohnen im Skigebiet:

www.moseralm.it

 

Laurins Lounge:

fb/König Laurin Lounge Carezza

 

Tipp:

Wer die Skier einmal stehen lassen möchte, dem kommt das Angebot „Rodeln und Grillen“ wie gerufen. Vom 8. Januar bis 21. März jeweils montags und mittwochs von 9 bis 16 Uhr kann man in Carezza so oft über die 1,2 km lange Rodelbahn Hubertus sausen wie man will. Und es sich mittags in einer gemütlichen Grillhütte des Restaurants Antermont gut gehen lassen. Die üppigen Fleisch- und Gemüseplatten gibt es zum selber Grillen dazu.

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2017