Traumhafte Wanderung zu Los Cahorros de Monachil

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Traumhafte Wanderung zu Los Cahorros de Monachil

Nur 15 Auto- Minuten von Granada entfernt in Richtung Sierra Nevada in Spanien/Provinz Granada, befindet sich das kleine Bergdorf  Monachil. Hier treffe ich mich mit Belén und Luis, die mir ein besonders schönes Fleckchen ihrer Heimat zeigen:  Los Cahorros de Monachil heißt unser Ziel –  eine Schlucht, die Dank der Verschiebung der Kontinentalplatten entstand und heute im Naturpark liegt, der im oberen Teil sogar zum Nationalpark gehört.

Río Monachil

Am oberen Ortsende beginnt der Einstieg unserer Tour, entlang einer Steinmauer und dann einige Schritte hinunter zum Flusslauf. Unser schmaler, sehr naturbelassener Pfad führt an ihm entlang, gesäumt von Weiden und Pappeln, windet sich manchmal nach oben, dann wieder hinab und wird nicht selten von Ästen überzogen unter denen man hindurch tauchen muss. Das Plätschern des kleinen Flusses, der  eher die Breite  eines Baches hat, begleitet uns mal lauter, mal leiser. Die Frische des Río Monachil und der Schatten spendende Wald schützen uns vor der Hitze.

Irgendwann treffen wir auf ein kleines Elektrizitätswerk, das die Kraft des Wassers nützt. Es macht Monachil zum Selbstversorger und produziert genug Energie um sie in die Liftanlagen der Sierra Nevada einzuspeisen. Darauf ist man sehr stolz und natürlich auch angewiesen im Dorf.

Unser Wanderweg zieht uns beständig weiter nach oben, entlang eines Bewässerungsgrabens, über Treppen und schließlich gelangen wir zu einer Hängebrücke, mit deren Hilfe wir auf die rechte Seite wechseln. „Wenn du in der Mitte bleibst, dann brauchst du dich gar nicht mit den Händen am Handlauf stützen“, rät Luis.  Es gelingt mir nur beinahe, irgendwann schaukelt es mir zu sehr und ich stütze mich doch ab. „Schon gar nicht so schlecht“, lobt mich Belén, die mich immer wieder auf die Vielfalt der Pflanzenwelt ringsum aufmerksam macht. Viele der Sträucher und Blumen gibt es nur hier.

Der Wanderweg führt weiter über einige Stufen hinauf, und schließlich zu einer nächsten Hängebrücke, die meine Geschicklichkeit und Gleichgewicht erneut auf die Probe stellt. Doch gerade von der Brücke aus offenbart sich die Natur in ihrer ganzen Pracht. Auf der anderen Seite erblicken wir einen Wasserfall.

Cueva de Las Palomas

Wir sind von großen Kalksteinwänden aus Dolomit umgeben, an denen auch Kletterpflanzen zu finden sind.
Ein schmaler betonierter Pfad hilft uns, auch schwierige Passagen zu meistern, bei denen der Fels über den Weg hängt und dem Besucher fast die Wegstrecke  zu verbieten scheint. Durch die Anleitung von Belén und Luis, meistere ich mit dem Rücken zum Fluss diese etwas gewagten Stellen.

Canyon Las Hazuelas

Die faszinierende Landschaft von Los Cahorros beeindruckt den Besucher mit bizarren Schönheiten. Eine davon ist die Höhle Cueva de Las Palomas. Hier überrascht der Fluss, wie er durch die Felsen fließt. Wir passieren die Höhle, um auf die andere Seite zu gelangen und folgen der Route zum Canyon „Las Hazuelas“ (eine Art Ackerland), wo wir wieder eine Hängebrücke überqueren und auf das rechte Ufer durch eine Trockenzone mit viel Sonnenschein kommen.  Hier erwarten uns Kalkgestein und aromatische Vegetation  aus Lavendel, Rosmarin, Majoran, Thymian, Salbei, und vielem anderen.
Während dieser letzten Strecke erreichen wir einen Höhenzug, von dem wir  die Tiefe der Schlucht noch einmal bestaunen können.  Wir entdecken auch Kletterer, die sich an den steilen Felswänden messen. Von einem speziellen Platz aus, an dem stets ein angenehmer Wind weht,  haben wir einen weiten Blick über die Schlucht, das Tal Monachil und erkennen sogar die Stadt Granada.

Beim Abstieg erzählen mir meine Führer von ihrer Arbeit im Winter. Dann sind sie Skilehrer und Skiguides in den hohen Lagen der Sierra Nevada und betreuen Wintersport-Gäste. Belén und Luis sind nicht nur Kollegen, sie sind ein Ehepaar  und verbringen jeden Tag miteinander. Sicher ist diese besondere Natur eine gute Plattform, dass dies harmonisch möglich ist.

La Huerta del Laurel

Wir sind zurück im Dorf, wo wir uns im Hotel-Restaurant „Huerta del Laurel“ mit regionalen Köstlichkeiten stärken. Frisch geerntete Bohnen und Artischocken mit Jamon, dazu ein Glas Weißwein und natürlich als Abschluss ein hausgemachter Pacharán. Ein Likör aus der wilden Schlehe mit einem Hauch Anis – seit dem Mittelalter bekannter  und beliebter Digestifin den Bergregionen Spaniens.

Ein guter Abschluss für eine solch eine herrliche Wanderung. Für mich geht es zurück in die Stadt.
Auf  Belén und Luis warten morgen bereits andere Gäste, denen sie vielleicht eine der weiteren möglichen Routen zeigen.

 

Nationalpark Sierra Nevada, 18193 Monachil, Granada, Spanien

 

Sehr empfehlenswert für Ski- und Wanderguiding:

Integral Sierra Nevada

info@integralsierranevada.com

www.integralsierranevada.com

Belén:   +34 627939114
Luis:     +34 667537802

Im Juli organisiert man spezielle mehrsprachige Sommercamps in unterschiedlicher Länge und für unterschiedliche Zielgruppen wie Kinder oder Familien. Stützpunkt dabei ist der Caming Ruta del Purche. Infos auf der Webseite.

 

Hotel-Restaurant „La Huerta del Laurel“

Hübsches Hotel mit kleinem Pool und sehr guter Küche!

http://www.huertadellaurel.com

Tel.:  +34 685 501 867

 

Für Camper: Camping El Purche
Carretera de Sierra Nevada,
18193, Monachil (Granada)

http://rutadelpurche.es

 

Weitere Infos über das Spanische Fremdenverkehrsamt:

www.spain.info/de

und über

http://www.turgranada.es/

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Alle Inhalte Unterliegen dem Copyright und spiegeln lediglich die Meinung der Autorin wieder. Adelheid Wanninger, 2018